Osteopathie

"Die kleinste Bewegung ist für die ganze Natur von Bedeutung; das ganze Meer verändert sich, wenn ein Stein hineingeworfen wird."

Blaise Pascal, Gedanken



Die Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelleTherapieform, welche die Harmonie im Körper anstrebt und somit die vorhandenen Selbstheilungskräfte aktiviert.

Alle körpereigenen Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenke, stehen in Zusammenhang. Die Therapie konzentriert sich in erster Linie auf die Funktionsstörungen dieser körpereigenen Strukturen.

Das Aufspüren von Funktions- und Bewegungsstörungen im Körper geschieht über die geschulten Hände, über ein"Hinein horchen"in das Gewebe des Patienten.

Philosophisches Konzept der Osteopathie nach A. t. Still

  • der Körper ist eine Einheit, er ist immer als   Ganzes an Gesundheit und Krankheit beteiligt
  • der Körper verfügt über innewohnende Heilungskräfte
  • Struktur und Funktion stehen in gegenseitiger Abhängigkeit
Ein Stein fällt ins Wasser und schlägt bewegende Impulse bis ans weit entfernde Ufer. / Fotografie von Kayl Naris
Ein Stein fällt ins Wasser und schlägt bewegende Impulse bis ans weit entfernde Ufer. / Fotografie von Kayl Naris


der Körper ist eine einheit, er ist immer als ganzes an gesundheit und krankheit beteiligt


Ob ein Lebewesen auf Dauer gesund bleibt, hängt von einer Vielzahl körperlicher, geistiger und seelischer Prozesse ab. Wenn nun ein Baustein dieser Einheit gestört ist, dann kann der Körper nicht mehr seiner optimalen Funktion nachgehen. Der Körper wird krank! Meine Aufgabe als Pferdeosteopathin besteht darin, dieses dynamische Gleichgewicht wieder herzustellen.

der körper verfügt über innewohnende heilungskräfte

Eine osteopathische Behandlung trägt also zur Herstellung des dynamischen Gleichgewischts bei. Aber was genau bedeutet das für den Körper? INFORMATIONSFLUSS!!

 

Während einer Behandlung, mit verschiedenen Techniken aus den Teilbereichen der Osteopathie, beginnt eine Reise voller alt-neu gewonnenen Informationen. Diese Informationen werden nun an den Organismus und seine verschiedensten Bausubstanzen, wie Muskeln, Faszien, Sehnen, Bänder, Gelenke, Blutfluss, Lymphfluss, Nerven und Organe übertragen. Dadurch ist es dem Körper selbst wieder möglich, sich da zu regenerieren, wo Mobilitätsverlust stattgefunden hat. Diesen einmaligen Prozess während und nach einer Behandlung beschreibt man als "Selbstheilungskräfte aktiviert".

 

Struktur und funktion stehen in gegenseitiger abhängigkeit

In der Osteopathie ist das Prinzip der gegenseitigen Abhängigkeit von großer Bedeutung.

 

Im Organisums ist alles miteinander verbunden, um gemeinsam funktionell und physiologisch zu arbeiten. Das Erhalten der Funktion wird durch unterschiedliche Strukturen gewährleistet. Als typisches Beispiel kann man sich den gebrochenen Arm am Menschen vorstellen. Jeder der dieses Krankheitsbild schon einmal durchlaufen hat, weiss, dass sobald der Gips abgenommen wird, der Muskel in diesem Bereich stark atrophiert ist und auch der Knochen erst wieder an Zug- und Druckbelastung gewöhnt werden muss. Der Heilungsprozess wird oft durch Physiotherapie unterstützt. Ziel dabei soll sein, eine Wiederherstellung der vollständigen Funktion zu errreichen. Das heißt für die Struktur Knochen, die Stabilität bevor der Knochen gebrochen war, wieder aufzubauen. Für den Muskel heißt es, sich wieder aufzubauen, um die Kraft zu erlangen den Knochen, als passiven Teil, aktiv bewegen zu können.

In diesem Beispiel ist die Funktion der möglichen Bewegung nur dann gewährleistet, wenn die geschädigte Struktur gesund ist. Denn es hängt voneinander ab!

Weniger Funktion heisst weniger Struktrur. Mehr Funktion heisst mehr Struktur.

Es verändert sich NIE nur eines dieser beiden Teile.

 

Dieses Prinzip lässt sich auf den ganzen Organismus übertragen. Daher arbeitet ein Osteopath nie nur an dem offensichtlichen Problem, sondern verfolgt die Kette bis zum Auslöser, um das dynamische Gleichgewicht des Körpers wieder herzustellen.